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Häufige Fragen

 Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen:

 

In einem Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt schildern Sie Ihre gesundheitliche Situation und besonders belastende Probleme oder Lebensumstände. Sollte Ihe Ärztin oder Ihr Arzt die für eine stationäre Vorsorge- oder Rehabitlitationsmaßnahme nach § 24 / §41 SGBV für Mütter und Väter notwendigen Indikationen feststellen, wird sie/er Ihnen eine Kur verschreiben. Hierüber erhalten Sie ein Attest.
Mit diesen Informationen wenden Sie sich an unsere Geschäftsstelle oder eine Diakonische Bezirksstelle. Hier werden Sie von qualifizierten Sozialarbeiterinnen umfassend beraten, um die für Sie passende stationäre Gesundheitsmaßnahme auszuwählen.

Über die Bewilligung der Kurmaßnahme entscheidet Ihre Krankenkasse. Sollte dise abgelehnt werden, können Sie sich bei Ihrer  Diakonischen Bezirksstelle über einen Widerspruch beraten lassen.

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Die Kosten für Ihre Kur (stationäre Maßnahme) übernehmen auf Ihren Antrag ganz oder teilweise:

  • Krankenkassen
    (als medizinische Vorsorgemaßnahme (§ 24 SGB V) und als medizinische Rehabilitationsmaßnahme / Müttergenesungskuren (§ 41 SGB V) für Frauen/Mütter/Kinder
  • Beihilfe und private Krankenkassen
    (Unsere Kurkliniken in Loßburg, Scheidegg und Bad Wurzach sind als Sanatorium anerkannt und somit beihilfefähig)
  • Kirchliche diakonische Stellen
    (gewähren Zuschüsse in Notsituationen)

Laut § 61 SGBV ist vom Versicherten ein Eigenanteil von € 10,00 pro Tag zu bezahlen. Kinder sind von dieser Regelung ausgenommen. Bei einem geringen Einkommen können Sie bei Ihrer Krankenkasse eine Befreiung beantragen.  
Für die Teilnahme an einer stationären Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahme müssen Sie keinen Urlaub bei Ihrem Arbeitgeber beantragen.

In unseren anerkannten ganzheitlichen Präventions -und Rehabilitationsmaßnahmen finden Sie eine optimale, indikationsgerechte und individuelle Behandlung. Unser frauenspezifisches Gesundheitsverständnis berücksichtigt während des Aufenthaltes in unserem Haus körperliche-, seelische und soziale Belastungsfaktoren (bio-psychosoziales Modell) und bezieht diese in Ihren individuellen Behandlungsplan ein.
So kann die Förderung, Erhaltung und Wiedererlangung der Gesundheit erreicht, eine Verschlimmerung der Krankheit verhütet und drohende Beeinträchtigungen abgewendet werden.
In unseren kirchlich-diakonischen Einrichtungen haben Sie die Möglichkeit, sich während Ihrer Kurmaßnahme mit Lebens- und Glaubensfragen auseinander zu setzen oder seelsorgerliche Begleitung in Anspruch zu nehmen, wenn Sie das möchten. Besonders in krisenhaften Zeiten kann dies eine wichtige Unterstützung des persönlichen Lebensweges sein.
Die Belegung im Haus ist konfessions- und religionsunabhängig.
Für die Teilnahme an einer stationären Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahme brauchen Sie in der Regel drei Wochen Zeit. Nach § 10 Bundesurlaubsgesetz dürfen Maßnahmen der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation nicht auf den Urlaub angerechnet werden. Sie müssen für Ihre Kur also keinen Urlaub beantragen.

Um Nachhaltigkeit und einen erfolgreiche Therapieverlauf in einer Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahme zu gewährleisten brauchen Sie in der Regel drei Wochen.

Im April 2007 wurden Müttergenesungskuren in den Pflichtleistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen.
Der Grundsatz "ambulant vor stationär" gilt nun für Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter nicht mehr. Es wurde vom Gesetzgeber erkannt und so auch festgeschrieben, dass Frauen in Familienverantwortung mit den entsprechenden gesundheitlichen Problemen, sich in besonderen Belastungssituationen befinden, die mit ambulanten Maßnahmen nicht ausreichend behandelt werden können.

Frauen sind heute sehr hohen Belastungen ausgesetzt. Meist tragen sie die Hauptverantwortung für die Erziehung der Kinder. Dazu der Haushalt, der Beruf - und der Anspruch, allem gerecht zu werden, alles perfekt schaffen zu wollen. Wenn dann noch Probleme hinzukommen, ist die Überbelastung vorprogrammiert. Die Mehrfachbelastung kann zu vielfältigen Beschwerden führen.
Schon bevor diese zu einer ernsthaften, zum Beispiel psychischen Erkrankung führen, ist eine stationäre Maßnahme angezeigt. Schwerpunkt der Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahme ist die Förderung, Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit.